Klangvoll: Anadiplose (3/8)

Anadiplose – rhetorisches Stilmittel

Einer Reihe von Redefiguren gemein ist das Prinzip der Wiederholung. Wiederholung* verstärkt die Wirkung des Gesagten. Warum die Anadiplose Ihren Worten zusätzliches Gewicht verleiht.

Vom Setup bis zum Payoff, vom Cliffhanger bis zur Suspense: Film ist Storytelling; Storytelling** ist Ihre Chance, selbst sperrige, vermeintlich dröge Sachverhalte so erfrischend, inspirierend zu verhandeln, dass die Botschaft ankommt und Ihr Publikum diese verinnerlicht. Umso effektvoller, wenn sich zur Narration der passende Redeschmuck gesellt.

Ein rhetorisches Kleinod ist die Anadiplose. Sie stammt (wie die Anapher) aus der Gruppe der Wortwiederholungen – und soeben sind Sie ihr begegnet. Man trifft sie gerne auf ein Wort.

Anadiplose

Wiederkehr des letzten Wortes (oder der letzten Wortgruppe) eines Satzes zu Beginn des folgenden Satzes.

* Die Mechanik dieser Redefigur folgt dem Prinzip der Wiederholung. Wiederholung wirkt. Hier durch eine semantische bzw. klangliche Verstärkung des entscheidenden Wortes.

Schöne Chose!

** „Film ist Storytelling; Storytelling ist“ – hier natürlich auch ein Beispiel. Insgesamt wirkt dieser Beitrag damit etwas überladen. Daher mein Ratschlag: Setzen Sie das Mittel mit Bedacht ein, nicht zu oft, denn sonst verliert es seine Kraft. Wenn es aber darum geht, Ihren „Punkt“ zu machen, ein bedeutsames Anliegen in Szene zu setzen, ist die Anadiplose ein vielversprechender Kandidat aus der Gruppe der Sprachfiguren, deren Sound gefangen nimmt.

Jetzt folgt: Anapher

Beitragsbild: Pixabay.

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