Erhaben: Allegorie (2/8)

Allegorie – rhetorisches Stilmittel

Kommt gerne im Gewand des Gleichnisses daher, tafelt Metaphern auf, ist prädestiniert dafür, im Gehirn des Lesers oder Zuhörers ein flottes Kopfkino in Gang zu setzen: die Allegorie.

„Die Allegorie verwandelt die Erscheinung in einen Begriff, den Begriff in ein Bild, doch so, dass der Begriff im Bilde immer noch begrenzt und vollständig zu halten und zu haben und an demselben auszusprechen sei.“ Goethe: Maximen und Reflexionen

Allegorie

Die Allegorie veranschaulicht. Sie bildet im Besonderen das Allgemeine ab. Sie wechselt laufend die Gestalt, Sie sind ihr oft begegnet. Dem alten Schnitter (Sensenmann) als Darstellung des Todes etwa. Oder Justitia, der Schwert tragenden Jungfrau.

Wirkung

Sie aktiviert die Geistestätigkeit des Adressaten. Kraft ihrer Bildhaftigkeit ist die Allegorie höchst fantasieanregend. Genaue Kenntnis der Elemente ihrer Darstellung vorausgesetzt. Um etwa in Justitia Gerechtigkeit zu erkennen (Personifikation), ist jedes Detail ihres Auftritts (Augenbinde, Waage, Richtschwert) relevant und zu entschlüsseln.

Schöne Chose: Anadiplose

Weiter im Text.
(040) 59 37 81 16

Freier Texter

Vorsprung durch Texte.